Der Chihuahua



Der Chihuahua ist eine von der FCI (Nr.218, Gr.9, Sek.6) anerkannte mexikanische Hunderasse.

Er ist - gemäß anerkanntem Rassestandard - die kleinste Hunderasse der Welt.

 


Charakter und Aussehen
Der Chihuahua ist trotz seiner Kleinheit sehr intelligent, flink, aufmerksam und äußerst wachsam. Er ist kein Beißer und kein Beller, außer man erzieht ihn dazu. Neben „seinem Menschen“, liebt er auch Kaninchen, Katzen und andere Hunde - aber am liebsten seinesgleichen. Durch viele Kontakte mit Menschen und Tieren in der Welpenphase wird er zum idealen Begleithund.

Höchste Lebenserwartung
Entgegen aller Vorurteile ist er nicht empfindlich, wird selten krank und hat von allen Rassehunden die höchste Lebenserwartung (13 bis 18 Jahre). Mit seinem substanzvollen Körperbau soll er als Kleinhund dem Rassestandard gemäß ein Gewicht von 3 kg nicht überschreiten, soll aber andererseits nicht unter 1 kg wiegen. Ideal sind Chihuahuas von 1800 bis 2200 Gramm, sie sind robust, vital und erfreuen sich eines langen und gesunden Hundelebens, vorausgesetzt, sie werden gut aufgezogen und artgerecht gehalten. Für Zuchttiere ist ein Mindestgewicht von 2 kg vorgeschrieben. 


Das Haarkleid beim Langhaarchihuahua ist schlicht, nur die Ohren sind mäßig und Rute wie Halskrause länger befranst. Es gibt heute die verschiedensten Farbkombinationen, von semmelblond, braun, weiß bis black and tan - und jeder findet, eventuell mit einer sich lohnenden Wartezeit, den Hund in der gewünschten Farbe. Der Kurzhaarchihuahua hat ein glattes, glänzendes Fell. 


Ein ziemlich rundes Köpfchen mit großen, glänzenden Augen und aufrecht stehenden Ohren sind weitere Merkmale des Chihuahuas. Von den extremen „Apfelköpfchen“ mit zu kurzem Fang und der Weiterzüchtung von Hunden, die eine große offene Fontanelle haben, ist man im Sinne des Tierschutzes („Qualzucht“) schon seit mehreren Jahren abgekommen. Ebenso sind Hunde mit Patellaluxation von der Zucht auszuschließen. (Siehe Erbkrankheiten beim Chi)


Suchtgefahr
Zum Abschluß noch eine Warnung. Der Chihuahua macht süchtig! Wer einmal bei dieser Rasse gelandet ist, kommt nie wieder von ihr los. Selbst Hundefreunde, die zunächst betonen, nur größere Hunde zu mögen, ändern meist rasch ihre Meinung, sobald sie einmal Gelegenheit haben, einen Chihuahua näher kennenzulernen. Wenn sie dann mal auf einen Chi stoßen, bleibt es fast immer dabei.

 


Kurzbeschreibung:

AllgemeinDer Chihuahua gilt, seit er um 1850 bekannt wurde, als die kleinste Hunderasse der Welt (anzumerken ist,  dass viele den Prager Rattler, der höchstens gleichgroß wie der Chihuahua sein sollte, als kleinsten Hund ansehen).
KörperDer kompakte Körper des Chihuahuas ist etwas länger als hoch und er hat nicht zu feingliedrige, gut bemuskelte und gerade Läufe. Die mittellange Rute wird über den Rücken gebogen getragen.

Körpervarianten:
Cobby Typ - etwas gedrungenere Form, kompakt, kurzer Fang
Derry Typ - gilt als ursprünglicherer Typ mit längeren Beinchen, längerer Fang
KopfDer Hund  hat einen so genannten Apfelkopf mit einem ausgeprägten Stopp und einem kurzen, gelegentlich etwas zugespitzten Fang.  Die großen, im 45° -Winkel abstehenden Ohren sind typisch für den Chihuahua. Sehr markant sind die großen Augen sowie die kurze Schnauze (Beides in übertriebenen Maße kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen).
GrößeIm Rassestandard gibt es keine Angaben zur Widerristhöhe, im allgemeinen reicht sie jedoch häufig von 15 bis 25 cm, wobei manche Hunde sogar 30 bis  35 cm groß werden. Bei Ausstellungen werden jedoch bei ansonsten gleichwertigen Hunden häufig die kleineren bevorzugt. Dadurch entstanden in jüngerer Vergangenheit extrem kleine Hunde, welche jedoch in deutlich erhöhtem Maß gesundheitliche Probleme aufweisen und daher als Qualzucht gesehen werden können.
Gewicht
Das ideale Gewicht liegt zwischen 1,5 und 3 kg, allerdings werden auch Hunde zwischen 500 g und 1,5 kg akzeptiert. Über 3 kg schwere Chihuahuas werden jedoch von Zucht und Ausstellungsbewertung in vielen Vereinen ausgeschlossen, wobei es auch Vereine gibt, die im Interesse der Gesundheit des Chihuahuas auch etwas kräftigere Tiere zulassen. Das Gewicht eines Zuchthundes muss mindestens 2kg betragen!
Haarkleid
Der Rassestandard für Langhaar- und Kurzhaar-Chihuahua ist komplett gleich außer bezüglich der Haarvarianten.  

Langhaariger Chihuahua
(Pelo largo; poil long; long-coat) 
Das Haar ist weich mit einem ausgeprägten Halskragen, befransten Ohren und voll behaarter Rute . Das Fell ist entweder leicht wellig oder glatt. Es kann bis zu zwei Jahren oder mehr dauern, bis ein volles Langhaarkleid entwickelt ist. 

Kurzhaariger Chihuahua 
(Pelo corto; poil court; smooth-coat) 
Das Haar ist dicht, weich, glänzend und liegt geschmeidig am Kopf und Körper an. Es kann sich samtweich aber auch „bärtiger“ anfühlen.
Farbgebung Der Standard erlaubt alle Farben: 
von rein weiß, über weißlich mit cremefarbenen Abzeichen, Tricolor (dreifarbig) und andere, bis hin zu rein schwarz. Vorsicht - es gibt auch Farben mit Risiko!.


 

Herkunft

Es existieren verschiedene Theorien über die Abstammung des Chihuahuas.

Die glaubhafteste ist die, dass er von den im alten Mexico vorhandenen Opferhunden abstammt. In Mexico gibt es in der Provinz Chihuahua nach wie vor wild lebende kleine Hunde, auf welche der Chihuahua zurückgeführt wird.

MEXICO

 



Laut anderer Quellen wurden sie angeblich von den alten Aztekenpriestern schon im 8. Jahrhundert gehalten und zählten zu den Lieblingsdingen aztekischer Prinzessinnen. In der Religion sah man in ihnen den Führer toter Seelen auf ihrer Reise ins Jenseits. Aus diesem Grunde mussten bei jeder Beerdigung auch Chihuahuas ihr Leben lassen.

Doch er war nicht nur ein Opfertier, sondern wohl auch Bestandteil des Speiseplanes mexikanischer Indianer.

Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Bauern der Provinz Chihuahua, ihre kleinen Hunde verstärkt an Touristen zu verkaufen. Über Amerika kamen diese dann nach Europa, verbreiteten sich aber bis heute nicht sehr stark.

Der Chihuahua ist trotz seiner geringen Größe ein sehr selbstbewusster, lebhafter, ja energischer Hausgenosse, dem auch leichtere Witterungsunbilden nicht viel ausmachen. Bei ihm ist die gesamte Bandbreite von Hundecharakteren möglich. Mal zeigt er sich als hervorragender Wachhund, wobei sein Ohr auf jedes verdächtige Geräusch reagiert, mal „öffnet“ er jedem Fremden die Türe.(
Quelle wikipedia.org)